Baustofflexikon

A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z  
  • Wärmebrücke

    Bauteil mit höherer Wärmeleitfähigkeit als die umgebenden Baustoffe, z. B. Stahlteil, durchlaufender Beton, ungedämmte Mörtelfuge. Über diese Bauteile fließt die Wärme zur Kälte hin ab. Das erhöht nicht nur die Heizkosten, sondern ist durch mögliche -->Kondenswasserbildung auch gefährlich für die Bausubstanz. Vermeidung von Wärmebrücken durch sorgfältige Wärmedämmung unter besonderer Berücksichtigung der gefährdeten Stellen.

  • Wärmebedarfsausweis

    Die 3. Wärmeschutzverordnung (WSVO) vom 1. Januar 1995 soll durch eine neue Energiesparverordnung abgelöst werden. Dies wird aber voraussichtlich erst nach dem Jahr 2000 der Fall sein. Bis dahin gilt die bestehende WSVO. Sie fordert den Wärmebedarfsausweis, der mit zum Bauantrag gehört. Der umfangreiche Ausweis muß den Jahres-Heizwärmebedarf des betreffenden Hauses "ausweisen" (daher der Name). Dieser Bedarf muß unter dem in der WSVO vorgegebenen maximal zulässigen Heizwert bleiben. Um diesen Wert einzuhalten, müssen die verschiedenen Baustoffe sowie die Stärke und Ausführung der Dämmung berechnet werden. Das kann auf zwei Arten geschehen: Nach dem Bauteilverfahren müssen für einzelne Bauteile (Außenwände, Dach usw.) bestimmte Dämwerte erreicht werden. Dieses Verfahren darf nur angewendet werden bei Gebäuden bis zu 2 Geschossen mit maximal 3 Wohneinheiten. Nach dem Energiebilanzverfahren sind keine bestimmten Werte für einzelne Bauteile vorgeschrieben. Deshalb kann zum Beispiel eine Außenwand mit guten Dämmeigenschaften eine reduzierte Dachdämmung ermöglichen. Die Berechnung ist etwas komplizierter, dafür sind die Möglichkeiten zur Gestaltung des Hauses und zur Wahl der Baustoffe freier. Unter Umständen wird das Haus dadurch preiswerter. Der spezielle Vorteil dieser Methode liegt außerdem darin, daß Energiegewinne - z.B. durch Sonneneinstrahlung - individuell angerechnet werden.

  • Wärmedämmung

        --> Dämmung.

  • Wärmeleitfähigkeitsgruppe

    Gibt den Höchstwert der Wärmeleitfähigkeit für Dämmstoffe an. Je kleiner der Wert, desto besser die Dämmwirkung. Je nach Gruppe ergeben sich so unterschiedlich gute Werte bei gleicher Schichtdicke bzw. der Dämmstoff kann bei gleicher Wirkung unterschiedlich dick gewählt werden.

  • Wärmeleitzahl

        --> k-Wert.

  • Waschbeton

    An der Oberfläche des Betons werden vor dem Erhärten Zement und feinere Zuschlagstoffe mit einer Bürste und Wasser ausgewaschen, dadurch ergibt sich eine Kiesel-Oberflächenstruktur.

  • WSVO

    Wärmeschutzverordnung, -->Wärmebedarfsausweis.