Baustofflexikon

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  • Balkon-Dämmung

    Auskragende Betondecken bei Balkonen wirken im Winter wie -->Wärmebrücken, sie leiten die Wärme aus dem Haus ab. Verhindern lässt sich das beim Neubau durch den Einbau von Balkon-Dämmelementen, die den Balkon vom warmen Haus trennen. Generell müssen Aussenbauteile, die nicht aus dämmenden Materialien hergestellt sind, gegen Kälte isoliert werden. Betonteile, wie Stützen, Stürze, Wände oder Balkone werden deshalb an Ihrer Aussenseite mit Styropor, Styrodur, Heraklith o.ä. versehen. Unterlässt man dies, kommt es unweigerlich zu Bauschäden, (Spannungsrisse innen und außen, Schimmelbildung innen)

  • Bauabdichtung

    Abdichtung gegen -->drückendes und -->nichtdrückendes Wasser durch geeignete Dichtmittel wie Dichtmörtel, Isolierungen, Dichtschlämme, Anstriche oder Beschichtungen. Infolge mangelnder Abdichtungen eindringendes Wasser verschlechtert zunächst die Dämmeigenschaften und führt dann zu einer Versalzung und Zersetzung betroffener Bauteile. Wichtig bei der Abdichtung ist auch der richtige Schutz der Abdichtung selbst gegen Beschädigung. So sollte eine Kellerabdichtung mittels geeigneter Materialien wie Noppenfolie, Drainplatten und Vliesen gegen Beschädigung beim Verfüllen geschützt werden. Gleichzeitig erhält man einen Drainkörper, der anstehendes Wasser von der Wand weg in die Drainage leitet.

  • Beton

    Gemisch aus -->Bindemittel (Zement), -->Zuschlagstoff (Kiese, Schotter) und Wasser. Je nach Zusammensetzung, Herstellungsweise, Verarbeitung oder Beanspruchung wird zwischen verschiedenen Sorten unterschieden.

  • Beton-Schäden

    Beton-Schäden sind z.B. Beton-Nester, die durch ungenügende Verdichtung beim Einbringen, nicht ausreichende Durchmischung oder falsche Körnung entstehen. Beton-Schäden entwickeln sich auch durch unzureichende Betonüberdeckung der Stahleinlagen, Feuchtigkeit und aggressive Schadstoffe in der Luft.

  • Bewegungsfuge

    Fuge zwischen zwei Bauteilen, die Dehnungen, Setzungen und dgl. ermöglicht, so daß keine schädlichen Spannungen an den Bauteilen auftreten können.

  • Bewehrung

    Die Bewehrung eines Bauteils verhindert i.d.R. das Reißen des Baustoffes, da die Kräfte und Lasten, die an einzelnen Stellen auf das Bauteil wirken durch die Bewehrung verteilt werden. Beim Verputzen werden so z.B. die Spannungen zwischen unterschiedlichen Baustoffen ausgeglichen (besonders kritische Stellen sind: Rolladenkasten <-> Styropordämmung vor Stürzen <-> angrenzendes Mauerwerk). Beim Estrich verhindert die eingelegte Stahlmatte, bzw. eingemischte Kunstfasern, dass durch spätere Risse die Oberfläche in Mittleidenschaft gezogen wird (Risse im Fliesenbelag, wichtig bei Fußbodenheizung, da der Estrich sich hier dehnen muß). -->Armierung.

  • Bims

    Bims ist vulkanisches, sehr porenreiches Material, dadurch leicht und gleichzeitig hochwärmedämmend. Bims lässt sich leicht bearbeiten und ist auch ohne große Vorarbeiten ein guter Putzträger. Bims wird als Vollstein, Hohlblockstein, Formstein oder Platte verarbeitet.

  • Bindemittel

    Mittel zur Bindung verschiedener Stoffe in einem Gemisch. Bindemittel sind z. B. Kalk oder Zement in Mörtel und Beton, Leim, Kunstharz oder Öl in Anstrichen.

  • Biodämmstoff

    Ökologischer Baustoff aus nachwachsenden Rohstoffen wie Schafwolle, Holzfasern oder Baumwolle.

  • Bitumen

    Natürlich vorkommende oder durch Erdöl-Aufbereitung gewonnene Masse, zähfließend bis fest, schmelzbar. Bitumen findet in verschiedenen Bereichen Verwendung: im Straßenbau zur Herstellung von Oberflächen aus Asphalt     als Estich (Gussasphaltestrich)     bei der Abdichtung von Bauwerken, (Grundstoff für bituminöse Dickbeschichtungen u. Voranstriche)     für Dachplatten, Bitumenschweißbahnen und bei der Herstellung von Dachpappe

  • Blähton

    Hochwertiger Spezialton wird gemahlen und anschließend bei ca. 1.200° C gebrannt und dabei gleichzeitig gebläht. Das Ergebnis sind annähernd runde Körner mit geschlossener Oberfläche, aber vielen eingeschlossenen Luftzellen im Inneren, die für die gute Wärmedämmung sorgen. Wird zu Steinen oder im Fertighausbau auch zu ganzen Wandelementen weiterverarbeitet. Darüber hinaus findet er als Schüttung in Fußböden Anwendung.

  • Brandschutztür

    Tür mit festgelegten Konstruktionsmerkmalen nach DIN (auch FH-Tür), die baubehördliche Zulassung ist auf dem Typenschild vermerkt. Brandschutztüren sind z. B. für Heizungskeller vorgeschrieben.